Salomon Sense Pro 2

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Laufschuhtest

Kategorie: Trailrunning
Marke: Salomon
Modell: Sense Pro 2

Gewicht Gr.46 2/3 – 315g
Sprengung: 6mm

Als Läufer ist man in Sachen Laufschuhen ja immer auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Der Eine für alle Gelegenheiten mit der optimalen Passform.
Wenn es ins Gelände und oder auf den Berg geht, dann ist auch noch die Beschaffenheit der Sohle, insbesondere der „Grip“ ein wesentlicher Entscheidungsfaktor.
Ich bevorzuge ja eher direktes Schuhwerk, mit geringer Sprengung und mit leichtem Obermaterial, am Besten verstärktes Mesh.

Da ich diese Jahr meinen ersten 100km+ Lauf absolviert habe, wollte ich hierfür zumindest etwas Komfort in Form von Dämpfung und etwas robusteres Außenmaterial.
Ich habe viele Schuhe probiert und in Sachen Passform und Bauart war der Slab Sense von Salomon auf Strecken bis 60km absolut laufbar.
Also habe ich mich im Sortiment der französischen Trail-Pioniere etwas genauer umgesehen und bin dabei auf den bis dato unbeachteten Sense Pro 2 gestoßen.
Die Beschreibung versprach in etwa genau dem, was ich gesucht hatte. Also bestellt und ungeduldig auf den Mann in „gelb“ gewartet.
Als da Päckchen dann eines Abends endlich im Hausflur stand, ging es nach gelungener Anprobe sofort auf die erste Runde auf den Hausberg.

Im Gegensatz zu den federleichten Slab Sense spürt man zwar das „mehr“ an Material und Gewicht, jedoch im positiven Sinne – etwas mehr Dämpfung im Mittelfuß- und Fersenbereich und ein klein Wenig robusteres Obermaterial, welches sich keinesfalls klobig oder starr anfühlt.
Die eher schmale Passform kommt meinem Fuß sehr zu Gute und der Schuh sitzt ohne zu drücken satt am gesamten Fuß.
Die Schnürung ist Salomon Typisch einfach und präzise. Ich habe die Schlaufen allerdings sofort etwas gekürzt und verknotet. Ein „nachziehen“ der Arretierung ist maximal einmal nötig und geht schnell von der Hand.
Die Sohle sieht zwar etwas unscheinbar aus, bietet bei trockenen Bedingungen auf hartem wie auf losem Untergrund ausreichend Reserven. Nur wenn es sehr matschig wird oder sehr weicher und tiefer Untergrund aufwartet, kommt der Sense Pro an seine Grenzen.

Die Wettkampf Premiere beim Zugspitz Ultratrail über 103km hat der Schuh bravourös bestanden und das komfortable Plus an Dämpfung und die 2mm mehr Sprengung haben meine Füße über die lange Distanz merklich entlastet. Abnutzungserscheinungen und übermäßigen Verschleiß, sucht man nach nun gut 300km und etlichen tausend Höhenmeter, in teils hartem Gelände vergeblich.

Fazit:
Der Schuh kommt der „Eierlegenden Wollmilchsau“ sehr nahe und ist wohl in jeder Situation im Gelände und ja, sogar auf der Straße eine Option.
Für Distanzen über 60km wohl meine erste Wahl. Wenn man in den Slab Sense oder Feline Vertical Pro schlüpft, weiß man jedoch sofort, welches Quäntchen noch zum perfekten Schuh fehlt.

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