Meine Ernährungsphilosophie

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Da Ernährung, gerade im Sport schon einer Art Glaubenskrieg ähnelt, schildere ich hier im groben Umriss meine Sicht der Dinge ohne jemanden missionieren zu wollen.

Bei ambitionierten Sportlern hat die Nahrungsaufnahme ja primär den Zweck, Speicher wieder aufzufüllen, um so die Regeneration schnellstmöglich einzuleiten. Dass das Ganze nicht nur mit Pulverfutter bewerkstelligt werden kann, habe ich für mich schmackhaft bestätigt.

Um nach einer harten Intervalleinheit die Glycogenspeicher schnell wieder zu füllen, hat sich die gute alte Orangensaftschorle bei mir bewährt. Einfach in einer 0,7l Trinkflasche 1:1 gemischt, reicht diese Menge an Fruchtzucker ersteinmal aus um die Regeneration und somit den Beginn der Reparaturarbeiten einzuläuten.

Ich absolviere relativ viele Einheiten nüchtern. Das hat keinen besonders tiefen Hintergrund, wie Stoffwechseloptimierung oder erhöhte Fettverbrennung, sondern ist bei mir einfach mit einem guten Körpergefühl verbunden. Da ich relativ spät Abends meine größten Mahlzeiten zu mir nehme, bin ich am Morgen tags darauf noch ausreichend mit Nährstoffen versorgt um auch längere Einheiten bis zu drei Stunden problemlos ohne Nahrungsaufnahme abzuspulen. Eines darf vor jedem Lauf jedoch nie fehlen – ein guter frischer Kaffee!

Ansonsten gibt es bei mir eigentlich nur eine Regel bei der Ernährung: Ich versuche, so gut es geht Lebensmittel zu vermeiden, welche in irgendeiner Form bereits einen verabeitenden Prozess durchlaufen haben. Das heißt, ich koche nahezu ausschließlich mit frischen Lebensmitteln, welche möglichst naturbelassen sind. Im Idealfall haben diese Lebensmittel auch Bioqualität.

Wie bei allen Strategien sollte man sich allerdings nie in ein zu enges Korsett schnüren, ich esse gelegntlich auch Brot, Schokolade, Nougatcreme oder würze mit fertiger Brühe. Das Alles sollte in einem guten Verhältnis zueinander stehen und bildet bei mir eine Art Ausnahme. Ich denke ein 80:20 oder 90:10 Verhältnis ist für jeden machbar und erstrebenswert.DSC03422

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1 Kommentar

  1. Das Essen ist in der Tat eine Philosophie für sich. Als ich vor drei Jahren mit dem Laufen begonnen habe, habe ich streng darauf geachtet, Fett möglichst zu vermeiden und setzte hauptsächlich auf Kohlehydrate. Proteine waren für mich ein Fremdwort und waren eben beim normalen Essen dabei. Da ich in jungen Jahren schwer mit Figurproblemen zu kämpfen hatte, erfolgte oftmals die Nahrungsaufnahme erst nach dem Gang zur Waage. Aus diesem Grund kam es auch oftmals vor, dass ich trotz hartem anstrengenden Tag komplett mit leerem Magen auf die Strecke ging. Am Anfang meines Lauftrainings machte ich rein Zeitentechnisch große Fortschritte, allerdings plagten mich bereits damals bereits mehrere Verletzungen, die mich immer wieder zurückwarfen. Genau in so einer Verletzungspause stellte sich mir die Frage: aufhören, so weitermachen wie bisher, oder das System überdenken und umstellen???
    Ich entschied mich für das analysieren und umstellen. Leider ist das ein lebendiger Prozess bei dem ich immer noch nicht da bin, wo ich eigentlich sein möchte. Rein Ernährungstechnisch stellte ich soweit um, dass ich vermehrt auf eine erhöhte Zufuhr von Proteinen achte, da dies die Muskulatur einfach zur Regeneration und zur Entwicklung benötigt. Die Kohlenhydrate habe ich mittlerweile etwas zurückgefahren, da diese nicht das alleinige Mittel zum Erfolg darstellen. Das Essen ist bei mir ausgewogener als noch vor ein paar Jahren. Mein großes Manko ist der unstillbare Hunger nach Kuchen und Schokolade. Aber ein Läufer mit meinem Trainingspensum kann dies leicht verdauen 🙂

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