HOBOpur 2017- warum zum Geier rennst Du 23moi an Hohenbogen affe

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Alles begann, als einen Kumpel und mich der seltsame Gedanke ritt, mit unserer neu erworbenen Tourenausrüstung beim 2012er HOBOpur wahnwitzige zehn Aufstiege in Angriff zu nehmen.
Gesagt, getan. Wir haben uns wie vorgenommen zehn mal den Hohenbogen samt Schinderbuckel hinauf gequält und waren mit Recht mächtig stolz darauf. Mit unserer, aus heutiger Sicht, bleischweren Ausrüstung und den ausgedehnten Mahlzeiten war die Faszination für diesen Wettkampf bei mir geweckt.
Zum ersten mal habe ich Sportler mit sogenannten leichten Rennschi und sehr zerbrechlich anmutenden Rennbindungen gesehen. Ich wunderte mich noch, wieso einige da mit Gymnastikanzügen am Start standen. Als ich dann allerdings sah, wie diese mutig gekleideten Recken den Berg hoch rannten, stand mein Mund recht weit offen.

Ich finde die Einfachheit und die liebevolle Organisation des Rennens einfach puristisch und toll. Da host an Berg, aiz is Sieme, wenn da gloane Zoiger wieder do steht, wird obgrechnet. So oder ähnlich ist dieses Rennen in Kürze erklärt und es bringt den Spaß auf den Punkt. Ludwig Pongratz und Wolfgang Kuchler mit ihrer freiwilligen Helferschar aus Freunden und Bergwachtlern schaffen es seit 2013 zwar nur mehr alle zwei Jahre dieses Event zu stemmen, das tat meinem Willen, den sagenumwobenen Hohenbogenstein als Trophäe kurz in Händen zu halten jedoch keinen Abbruch. Nachdem mein Unterfangen 2015 knapp gescheitert war und ich dann Ende 2016 erst sicher sein konnte, dass auch 2017 wieder ein Hobopur stattfinden wird, war der Entschluss gefasst, die gesetzte Vorbereitung zur „Mountain Attack“ etwas auszudehnen und einen erneuten Angriff auf den mit zwei ehemaligen Militärtürmen bestückten und somit sehr markanten Berg in unserem schönen Bayerwald zu starten.

Meine Vorbereitung lief eigentlich recht reibungslos, ich konnte zwar trotz einiger Einsätze am Kitzsteinhorn nicht ganz die Höhenmeter erreichen, die ich für 2015 gebolz habe, jedoch sollten mir meine Laufkilometer und Höhenmeter aus 2016 gepaart mit dem konsequent hohen Tempo auf Schi zu einer guten Form verhelfen. Dass diese stimmte, zeigte sich schon bei der „Mountain Attack“, bei der ich das von mir gesteckte Ziel 3:30h deutlich unterbieten konnte und sogar noch mit Restkörner im Gepäck die Heimreise antrat. Die letzten zwei Wochen rannte ich also nur noch im geplanten Renntempo, meist nach Feierabend, mit Hirnbirn bewaffnet den Hohenbogen rauf und musste mir von so manchem Flutlichtgast teilweise seltsame Kommentare anhören.
„Hä, kannst da ebba koa Liftkoartn leistn?“ oder „san des Schi?“ nicht zu vergessen jedoch die lustigen und gut tuenden Anfeuerungsrufe des Liftpersonals, die so manchen Nachteinsatz versüßten. Am Dienstag vor dem Rennen hatte ich noch einen kleinen Schockmoment zu verdauen, als ich mich mit gut 60 Sachen ins Gebüsch verabschiedete um eine Kollision mit einem Schifahrer zu vermeiden. Außer einem gebrochenen Skistock und ein paar Schürfwunden mit blauen Flecken hatte ich jedoch keine großartigen Verluste zu verzeichnen und so konnte ich nach den letzten kurzen und knackigen Einheiten beruhigt einschlafen um am 28.1.2017 erneut beim HOBOpur am Start zu stehen.

Um Punkt 5:00 Uhr klingelt der Wecker und ich habe für einen Wettkampf-Tag echt gut geschlafen. Man sollte meinen, dass ich in Ruhe meine obligatorischen zwei Kaffee und ein wenig Müsli zu mir nehmen kann, ohne groß in Hektik zu verfallen, um um 7:00 Uhr pünktlich an der Startlinie zu stehen. Klamotten und Verpflegung habe ich bereits am Vortag in große Plastikkisten verstaut, welche nach nochmaliger Endkontrolle nur noch im Kofferraum des Autos verschwinden müssen. Mit dem ersten Kaffee also erst mal gemütlich vorm PC gesetzt und nachgesehen, ob in der Welt der sozialen Medien über Nacht irgendetwas außergewöhnliches passiert ist. Zwischendurch die kleine Schüssel Müsli verdrückt und mit dem zweiten Becher Kaffee ein wichtiges Morgenritual abgeschlossen – da kann ja nix schief gehen. Als ich mich in meinen zurechtgelegten Rennanzug pelle und die Uhr anlege, überkommt mich doch ein leichter Schock. Auf der Uhr steht 6:30 Uhr und ich stehe noch neben den Plastikkisten im Badezimmer und starre auf den Wecker. Alter Schwede – Weste übergeworfen, Turnschuhe an, zur Garage, Auto raus, vor dem Haus geparkt, Kisten holen, ins Auto schmeißen, nochmal kontrollieren ob nach dem Geschepper auch alle wach sind und mit nicht zulässiger Höchstgeschwindigkeit Richtung Hohenbogen rasen. Zum Glück sind Samstag morgens um 6:35 Uhr nicht all zu viele Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs. Nachdem ich den ersten Wadenkrampf vom „Pedal to the Metal“ überstanden habe biege ich auf dem Liftparkplatz ein und renne mit Geldbörse bewaffnet zum Skidepot um meine Startnummer entgegenzunehmen.

Freundliche Gesichter überall und Wolfgang und Ludwig, die beiden Organisatoren begrüßen alle nett und überreichen persönlich die Nummern. Ich erblicke die üblichen Verdächtigen, einige bekannte, jedoch unerwartete Gesichter, da sie im Vorfeld ja strikt von einem Start abgesehen haben und einige neue ausgezehrte Gesichter, die man im Kampf um den Sieg sicher auch im Auge behalten sollte.
Um fünf vor Sieben renne ich also zum Kofferraum um die Stirnlampe am Helm zu montieren und meine Startnummer mit den geliebten Sicherheitsnadeln am Oberschenkel zu befestigen. Da ich auch noch meine Schischuhe anlegen muss und diese elenden Kohlefaser-Treter einen extrem friemeligen aber leichten Verschluss haben, dauert das Manöver etwas länger. Als ich gerade den linken Treter zu habe und der Rechte noch vor mir steht, höre ich bereits die Startzeremonie und denke so bei mir, dass mich das bei meiner Schusseligkeit nicht mal überrascht. Anstatt also in Hektik zu verfallen und das eventuell als überheblich auslegbare Verhalten abzukürzen, erst mal den zweiten Schuh anziehen und im Laufschritt knappe fünf Minuten verspätet den ersten Anstieg in Angriff nehmen.

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Es ist echt saukalt und ein leichter Wind weht, jedoch ist schon jetzt zu erkennen, dass dies ein sonniger Tag mit für mich idealen Temperaturen wird. Ich kämpfe mich also an den ersten Teilnehmern vorbei und begrüße alle recht herzlich. Mit einigen bekannten Gesichtern kommt man gleich in lustige Gespräche und es wird gefrotzelt, ob ich denn verschlafen hätte oder der Übermut über mich gekommen sei. Ich versuche zumindest Sichtkontakt zu den Führenden herzustellen und nach etwa zwei Drittel der Strecke, kann ich die drei schnellsten Aufsteiger in gebührendem Abstand zueinander ausmachen.
Den dritten dachte ich zu erkennen, als ich jedoch am Gipfel aufschließe und mir den Herrn genauer ansehe, schaut mich ein gänzlich Unbekannter an und ich begrüße den schnellen Burschen freundlich. (Reini fallsd as ned midgriagt host – des war unser sehr romantische erste Begegnung am Hohenbogengipfel bei Sonnenaufgang ;)) Nach kurzem Plausch geht’s zum ersten Melden in die Bergwachthütte und nach Abfellen und Festzurren beginnt die erste Abfahrt.

Da der Skibetrieb erst um neun beginnt, gibt es bei Traumwetter eine frisch präparierte Piste in Angriff zu nehmen, welche gerade zum überschwänglichen „Runterbrettern“ einlädt. Unten dann das selbe Prozedere im Skidepot, Ski ab, Felle an, ins Depot laufen, melden und wieder rauf. Ich gehe mein Tempo und behalte die beiden Führenden, bestehend aus letztmaligem Sieger Johannes Schmid und Konrad Kufner im Auge, will aber nicht zu schnell angehen, da in den zwölf Stunden eh genug schief gehen kann. Dank der Hektik zum Start habe ich meine Plastikkisten noch im Auto liegen und somit auch Ersatzfelle und Verpflegung. Die ersten fünf Anstiege vergehen wie im Flug und es gesellen sich erste Skifahrer zu uns, die den Abfahrtspaß etwas trüben werden. Ich kontrolliere meinen Zeitplan und stelle fest, dass ich trotz Zurückhaltung fast etwas schnell unterwegs bin und noch nichts gegessen und getrunken habe. Ich muss also in den sauren Apfel beißen, unten zum Auto laufen und aus dem Kofferraum meine Trinkflasche, eine Packung Salamisticks und ein paar Milchschnitten holen, um diese dann unauffällig im Rennanzug verschwinden zu lassen. Muss ja nicht jeder sehen, welch Sportler gerechte Ernährung man sich bei so einem Event reinschaufelt. Erstmal einen ordentlichen Schluck aus der Flasche und eine Milchschnitte hinterher, das lässt sich alles im Aufstieg bewerkstelligen um den Masterplan von 25 Aufstiegen im Bereich des Möglichen zu halten. Ja ich weiß, es müsste alles perfekt laufen, aber ich halte es für möglich. Also weiterhin in gutem Tempo voran kämpfen und immer den Kontakt zu den anderen Teilnehmern suchen um die gute Laune aufzusaugen und für Abwechslung im monotonen Auf und Ab zu sorgen.

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Alles läuft bestens, bis ich im siebten Anstieg ein leichtes Grummeln in der Bauchgegend einstellt. Eigentlich dachte ich ja, dass mit der zweiten Tasse Morgenkaffee diese Sorge den Abfluss runter gespült wurde, jedoch scheine ich mich da geirrt zu haben. Ich sehe meinen Zeitplan davon rauschen aber hilft ja nix – Boxenstop im Berghaus! Runter ins Klo und während ich da so sitze denke ich mir so, dass diese ruhigen Minuten ja gerade zu prädestiniert sind, um in Ruhe ein paar Kalorien zuzuführen. Das mag für den Leser etwas eklig oder unorthodox wirken, jedoch wenn man soviel Zeit, Schmerzen und Schweiß in ein Vorhaben gesteckt hat, dann ist einem jedes Mittel recht, effizient zu handeln, auch wenn das heißt auf dem Klo oben nachzufüllen, was unten gerade rausrutscht.

Nach diesem etwas speziellem Exkurs, also weiter im Programm. Diese Minuten, welche ich gerade verloren habe, haben trotz Schadensbegrenzung gereicht, dass der Traum von 25 Aufstiegen nun eigentlich nicht mehr realisierbar ist. Runter ziehen habe ich mich davon allerdings nicht lassen. Ich konnte bei bestem Wetter und nun auch wieder bestem Befinden den Wettkampf bei Topform genießen und tat dies auch. Natürlich war es anstrengend, aber ich hatte stets gute Unterhaltung auf dem Weg und ich fühlte mich prächtig. Gegen 11:30Uhr schloss ich bei zehn Aufstiegen zum Führungsduo auf. Johannes beschloss das Rennen zu beenden und Konrad konnte ich nach dem Wechsel hinter mir lassen. Zwischen Reini und mir war auch etwas Abstand, den ich nun kontinuierlich etwas ausbauen konnte.

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Um halb Zwei schaute meine Familie vorbei um mir warme Suppe zu bringen und mir den letzten mentalen Schub zu verpassen. Auch trockene Handschuhe und meine guten Ersatzfelle, welche ich im Badezimmer liegen gelassen hatte waren im Gepäck und erfreuten sich sofortiger Verwendung. Salzige Suppe, trockene Handschuhe und guter Zuspruch von Menschen die einem viel bedeuten ist in solchen Momenten enorm wichtig und so kann mit diesen Kleinigkeiten ein solches Vorhaben stehen oder fallen.
Ich nehme mir also etwas Zeit die Atmosphäre und natürlich auch die Suppe in Ruhe aufzusaugen. Da ich bis dahin immer nur kurz ein Stück Kuchen von der leckeren Verpflegung oder einen Becher Tee genommen habe und den Rest quasi „on Tour“ verpflegt habe, habe ich mir nach nun 15 Aufstiegen ein kleines Päuschen verdient. Ich setze mich sogar kurz hin schüttle meine Beine ein wenig aus, um ein paar Minuten später mit aufmunternden Worten und gefüllter Trinkflasche im Gepäck wieder auf die Piste zu gehen. Der 16. Aufstieg geht noch gut weg, jedoch werden meine Zeiten nun kontinuierlich langsamer. Ich habe einen kleinen Durchhänger und horche verstärkt in mich hinein. Der Schinderbuckel (das steilste Stück Strecke im letzten Drittel) ist mittlerweile für mich nahezu ungangbar geworden.
So wechsle ich von Aufstieg zu Aufstieg. „Geradeaus raufquälen“, was fast nur aus dem Trizeps heraus geschieht und einem am Scheitelpunkt einen Pump im Muskel beschert, welchem man im Studio wie dem heiligen Gral hinterherhechelt, Spitzkehren gehen oder Ski in die Hände nehmen und zu Fuß auf den grässlichen Buckel.

Als mir nach dem 18. Aufstieg beim Abfellen und Schuhe arretieren dann das Innenleben, des frisch aus der Reparatur gekommenen High-Tech-Treters reißt, ist der Ofen kurz ganz aus. Ich fluche von Oben bis ich unten ankomme und Max, der anscheinend gerade unten angekommen ist, fragt mich, wieso ich so schimpfe. Ich erklärte kurz die Misere, des neuen Schuhs, der nach zwei Einsätzen bereits eine halbe Weltreise zur Reparatur hinter sich hatte und den ich nach etlichen wütenden Telefonaten gerade noch zwei Tage vorm Rennen, mit neu eingeklebtem Innenleben zurückbekam. Ich hatte zwar noch meinen alten Schuh dabei, jedoch keine Lust die mittlerweile etwas tauben und nassen Füße an die kalte Luft zu setzen und zu wechseln. Da man auf den Dingern eh wie auf Rohen Eiern fährt und der hintere Verriegelungsmechanismus noch funktionierte, beschloss ich trotz losem Vorfuß mit dem Schuh weiter zu gehen und Meter zu machen.

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Trotz oder gerade wegen Schuh und Frust geht der 19. Anstieg nochmal richtig gut weg, bevor die schwerste und trostloseste Phase nach gut 10 Stunden beginnt. Ab hier tut einfach jeder verdammte Muskel weh und ja, jede verdammte Haarwurzel schmerzt. Man zerfließt in Selbstmitleid und Zweifel, wieso man sich das antut und man nutzt jede Möglichkeit, um zu jammern und eine ungeplante Pause einzulegen. Ich kenne diesen Schutzmechanismus aus vorhergegangenen Strapazen und versuche das Elend und Gejammer so gut es geht zu ignorieren (kann man sich selbst ignorieren?)
Hier habe ich auch eingesehen, dass die 25 Aufstiege nicht mehr zu schaffen sind und dass ich wohl den Sieg inne habe und den Rekord werde ich wohl auch schaffen, wenn mich nicht ein Ninja, der aus dem Wald springt, mit einem Flying Closeline auf die Bretter schickt. Wenn man also ohne direkten Kampf um Plätze und mit nahezu sicherem neuen Rekord unterwegs ist, fällt es einem nicht leicht die Motivation aufrecht zu halten und konzentriert zu bleiben um alles zu geben.

Als ich so den 21. Anstieg hinaufgetrottet bin, habe ich unter der Mittelstation bereits ein leises Kuhglockengebimmel wahrgenommen. Und nein, ich habe hier nicht im Siegestaumel angefangen zu phantasieren. Es war die Einlösung einer Abmachung, welche ich mit einer besonderen Truppe geschlossen habe. Zwei Wochen zuvor bin ich den Tag nach der Mountain-Attack einer Einladung von Helmut gefolgt, für den Bayronman e.V. beim Goaßkopf-Run an den Start zu gehen. Im Gegenzug wurde mir ein frenetisches Feuerwerk an Anfeuerung und Kuhglocken begleiteter Jubel versprochen. Was soll ich sagen, als ich die Mittelstation hinter mir gelassen habe und um die Ecke biege, sehe ich den Haufen Bekloppter doch tatsächlich mit Kuhglocken bewaffnet und wie die Irren schreiend am Waldrand stehen und lachen. Da kannst halt ned anders, als ebenfalls in den Gute-Laune-Modus umzuschalten und mit der geilen Truppe a bissl vorzufeiern. Hat man sich zu dem Zeitpunkt ja auch verdient und hebt die Laune für die verbleibenden Anstiege. Also frisch von Helga, Doris, Helmut und Mich samt Kids (jaja mein Namensgedächtnis) angepeitscht, geht es nochmal hinauf und nochmal runter um beim 22. Anstieg nach dem sagenumwobenen Schinderbuckel nochmals frenetisch angefeuert zu werden. Ich genehmige mir die Pause um mit Ihnen zu feiern und ein paar Bilder zu knipsen und in Ruhe ein paar Schluck zu trinken.
Selbstverständlich wurde nicht nur ich, sondern alle noch im Rennen befindlichen Teilnehmer ordnungsgemäß angefeuert. Welche das mit ungläubigen Blicken und guter Laune quittierten.

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Zu Beginn des 23. Anstiegs schaute ich mal wieder auf die Uhr und musste mit entsetzen feststellen, dass trotz Trödelei, vorherigem kleinen Motivationsloch und Feierei noch gut 40 Minuten blieben um zwei Anstiege und eine Abfahrt zu bewältigen. Ich hatte ab der Mittelstation also nochmal einen Anflug von: „Verdammt die Beine sind nicht geschwollen, nur muskulöser geworden“ und ich versuchte nochmal richtig Druck zu machen. Ich schob an wie ein Verrückter doch der Schinderbuckel forderte ein weiteres mal seinen Tribut und bescherte mir Laktatoverkill und Muskelpump vom Feinsten. Der letzte Teilanstieg wurde schon nicht mehr so euphorisch genommen und ehrlich gesagt, glaube ich ich habe mir beim melden oben und dem anschließenden Wechsel absichtlich mehr Zeit genommen um den 24. Anstieg nicht doch noch in Angriff nehmen zu müssen. Ich war mit den Kräften einfach am Ende und hatte noch 20 Minuten Zeit für eine Abfahrt und einen Aufstieg. Mit frischen Beinen ist das zwar Möglich, aber jetzt zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch einfach keinen Bock mehr es zu versuchen. Irgendwann ist gut und es ist die Zeit gekommen zu jubeln, feiern und genießen.

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Mit einem lauten Schrei habe ich bei den Bayronman in der Abfahrt noch mal Zwischenstopp gemacht um wenig später, aus dem Dunkeln am Skidepot mit einem tiefen und erleichternden Juchazara aufzutauchen und der Familie um den Hals zu fallen und Ludwig, Wolfgang, Max und alle anwesenden Teilnehmer abzuklatschen.
Wenig später ist auch die Mannschaft mit den Kuhglocken im Skidepot angekommen und nach dem Wechsel in trockene Klamotten und ein paar Happen Essen steht einem überschwänglichem Jubel nichts mehr im Wege.

Ich verneige mich vor Allen, die hier 12 Stunden mit teilweise betonschwerer Ausrüstung Alles geben und Ihren persönlichen Sieg feiern. Ich feiere Nici, die mit 15 Anstiegen eine Topleistung gebracht hat und Reini, der bei seinem Debüt gleich 20mal vom Gipfel schauen konnte. Auch für Konrad Daumen hoch, auch wenn er etwas verfrüht die Heimreise angetreten hat 😉

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Ich danke Allen, die mich vor und während des Rennens unterstützt haben und für die lustigen Gespräche mit den Teilnehmern unterwegs. Ich weiß nicht genau, was es mir an diesem Rennen so sehr angetan hat, aber es hat mir verdammt viel bedeutet den Hohenbogenstein als Trophäe, zumindest kurzzeitig in Händen zu halten.
Und sollte das Event weiterhin alle zwei Jahre stattfinden, habe ich da ja noch eine Rechnung offen.
In dem Sinne – I’ll be back 😉

 

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